Beratungstätigkeiten

Unsere Berater*innen bieten fachkundige und kostenfreie Beratung in allen Erziehungsfragen. Die Erziehungsberatung in der Psychologischen Beratungsstelle meint, wie im § 28 SGB VIII beschrieben, die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen, Eltern und anderen Erziehungsberechtigten bei der Klärung und Bewältigung individueller und familienbezogener Probleme und der zugrunde liegenden Faktoren. Weiter umfasst die Erziehungsberatung Hilfe bei der Lösung von Erziehungsfragen, sowie bei Trennung/Scheidung und ggf. daraus resultierend, notwendiger Trennungs- und Umgangsberatung.

Die Berater*innen bieten interkulturelle Beratung, Beratung für Menschen mit Fluchterfahrung und allgemeine Paar- und Lebensberatung an. 

Präventionsarbeit an Schulen

Es ist unseren Berater*innen ein Anliegen, frühzeitig aufzuklären und ggf. zu intervenieren. Daher engagieren sich diese in Präventionsprojekten an Schulen gegen sexuelle Gewalt und häusliche Gewalt, sowie im Bereich der Präventionsarbeit bzgl. selbstverletzendem Verhalten.

  • add Präventionsangebote in der Grundschule

    „STOPP – Nicht mit mir“

    ein Kooperationsprojekt der Psychologischen Beratungsstellen im Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis für Grundschulklassen

    Aktueller denn je ist das Thema „Sexueller Missbrauch“. Daher wollen wir auch weiterhin unserer Verantwortung im Bereich der frühzeitigen Präventionsarbeit gerecht werden und mit dem genannten Grundschulprojekt „Stopp – Nicht mit mir“, Kinder frühzeitig für dieses Thema sensibilisieren, stärken und entsprechende Hilfsmöglichkeiten für Notsituationen kindgerecht vermitteln/erarbeiten. Das Projekt richtet sich primär an 4. Klassen und ist im Rahmen unseres Präventionsauftrages kostenfrei.

    „Zoff Zuhause“

    "(...) in der Kindheit erlebte oder miterlebte Gewalt beeinträchtigt die kindliche Entwicklung unmittelbar und wirkt sich zudem nachhaltig auf das spätere Erwachsenenleben aus. (...) Hier wird deutlich wie wichtig ein möglichst früh einsetzender Schutz von Mädchen und Jungen vor Gewalt ist. (...)"

    Für viele Kinder die im Kontext häuslicher Gewalt aufwachsen, ist dieser Zustand "normal". Sie kennen oft kein anderes Familienleben, wissen bspw. häufig auch nicht, dass Gewalt nicht ausschliesslich körperliche, sondern auch psychische, ökomenische, strukturelle und sexualisierte Gewalt meint. Damit ist meist auch unbekannt, dass es Ansprechpartner*innen und Hilfe für betroffene Kinder gibt.

    Das Präventionsprojekt "Zoff Zuhause" nimmt sich dieser Problematik an und möchte frühzeitig Kinder darauf sensibilisieren, was Gewalt bedeutet, wo diese anfängt und wo Kinder Hilfe erhalten können, sollten sie in ihrem familiären Kontext von Gewalt betroffen sein.

    Das Schulprojekt richtet sich primär an 4. Klassen, umfasst einen Vormittag und ist im Rahmen des Präventionsauftrages der Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie OAB kostenfrei.

    Sollten Sie Interesse an der Durchführung des Projektes an Ihrer Schule haben und/oder nähere Informationen zum Schulprojekt "Zoff Zuhause" wünschen, setzen Sie sich gerne mit unserem Sekretariat in Verbindung. Es wird dann der Kontakt zu einer zuständigen Fachkratf hergestellt.

  • add Präventionsangebote in der Sekundarstufe

    Präventionsprojekt gegen selbstverletzendes Verhalten an Schulen, „Alles geritzt – vom Umgang mit Druck“

    Inhalte des Präventionsprojekts sind das Erkennen von Druck und die Entwicklung von unterschiedlichen Strategien im Umgang damit. Kernelement ist eine Sensibilisierung der Mädchen sich gut um sich selbst zu kümmern, sorgsam und liebevoll mit sich selbst umzugehen. Es geht nicht darum Teilnehmerinnen zu outen, sondern allen Mädchen soll Mut gemacht werden, sich in schwierigen Situationen und Gefühlslagen Unterstützung bei Erwachsenen zu holen, anstatt die Mitschülerinnen zu belasten, die durch das geheime Wissen, um die Schwierigkeiten einer Freundin enorm belastet werden.

    Es geht um einen Enttabuisierung des Themas, aber auch darum einen alternativen Umgang mit den darunterliegenden Schwierigkeiten aufzuzeigen. Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden erarbeiten wir mit den Mädchen im Stuhlkreis, teilweise auch in Kleingruppenarbeit, welche Mittel sie bereits haben um Stress in Belastungssituationen abzubauen und welche sie für sich neu entwickeln können.

    Vor der Duchführung an der Schule wird ein Elternabend angeboten, der die Eltern mit den Inhalten des Präventionsprojektes vertraut macht und sie auf den Umgang mit schwierigen Situationen mit den eigenen Kindern und/oder deren Freunde vorbereitet. Wie reagiere ich, wenn ich feststelle, dass mein Kind sich ritzt? Wo kann ich Hilfe holen?

    Teilnehmerkreis: alle Mädchen einer Schulklasse ab 2.Halbjahr 6. Klasse oder 7.Klasse

    Umfang: Elternabend und 3 Schulstunden pro Klasse

    Durchführung: eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle und eine Schulsozialarbeiterin (bewusst kein/e LehrerIn und ausschließlich weibliche Projektleiterinnen))

    Ansprechpartner: Maria Jocham (Dipl. Psychologin, systemische Therapeutin (SG), Psychologische Beratungsstelle der Diakonie in Wangen)

IeF-Beratung

Die Insofern Erfahrene Fachkraft, kurz IeF, berät gem. § 8a SGB VIII Fachkräfte aus Einrichtungen (z.B. Erzieher*innen aus Kitas) zur Gefährdungseinschätzung bei einem Verdacht auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung. Die genannten Fachkräfte haben nach § 4 Abs. 2 KKG zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung gegenüber dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft. Sie sind zu diesem Zweck befugt, dieser Person die dafür erforderlichen Daten zu übermitteln; vor einer Übermittlung der Daten sind diese zu pseudonymisieren.

Sollten Sie eine solche IeF-Beratung in Anspruch nehmen wollen, können Sie sich direkt mit unserem Sekretariat bzgl. einer Terminvereinbarung in Verbindung setzen. Bitte beachten Sie hierzu die sozialräumliche Aufteilung zwischen der Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee und der Caritas Bodensee Oberschwaben.

Beratungsangebote für Fachkräfte

Auch entsprechende Supervisionen für Fachkräfte, bieten die Berater*innen der Psychologischen Beratungsstelle an. Hier sind primär die Themen Kinderschutz (Beratung als „Insofern erfahrene Fachkraft“ nach § 8a SGB VIII), Supervisionen für Fachkräfte wie bspw. Sozialpädagogische Familienhilfen und Pflegeeltern abgedeckt. Außerdem die Reflexionen mit Fachkräften, die mit Menschen mit Fluchterfahrung arbeiten.

Schulungen für Fachkräfte

Den Berater*innen der Psychologischen Beratungsstelle ist es ein Anliegen, vorhandenes Wissen und Erfahrungswerte aus ihrer praktischen Arbeit, mit anderen Fachkräften zu teilen. Dies geschieht u.a. in Form von auf entsprechende Anfragen, angepasste Schulungen zu Themen wie bspw. Kommunikation, Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und spezifisch gewünschte Inhalte. Zielgruppen hierfür sind Fachkräfte, die im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind. Bspw. Lehrer*innen, Erzieher*innen, Tagespflegeeltern etc.

Sollten Sie Interesse an einer solchen Schulung, bezogen auf ein bestimmtes Thema haben, setzen Sie sich gerne mit unserem Sekretariat in Verbindung und stellen dort Ihre Anfrage.