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27.01.21

info_outline Beraten aktuell: gut in die Situation hinein fühlen

Was das im zweiten Lockdown heißt, fassen zwei Beraterinnen aus der Diakonie so zusammen:

„Momentan ist es für mich als Berater die Herausforderung zu sehen, für welche Klienten, die aktuelle Situation eher eine Entlastung darstellt und wer, wie darunter leidet. Bei manchen bietet der Lockdown die Chance, die Zeit danach vorzubereiten, sich innerlich auf soziale Situationen, die als herausfordernd erlebt werden, vorzubereiten. Gerade bei Jugendlichen ist es wichtig einen Bezug zur Realität zu erhalten, hier ist die face-to-face (f2f) Beratung besonders wichtig – nach Vormittagen voller Videokonferenzen und stundenlanger Beschäftigung mit der virtuellen Welt, jemanden außerhalb der Familie zu treffen. Wie erlösend ist da für Familien mit Kindern der Schnee, Beschäftigung im Freien – wunderbar.“

„Ein Erstgespräch per Video ist gut gelungen trotz anfänglicher Skepsis auf meiner Seite. Es tat gut, die Gesichter zu sehen und ich hatte den Eindruck, das Gespräch ist auf allen Seiten zufriedenstellend verlaufen. Wenn auch alle das Bedürfnis nach persönlicher Begegnung geäußert haben.
Insgesamt ist die Bereitschaft der ratsuchenden Menschen, nach guten Lösungen zu suchen und sich auf neue Situationen einzulassen vorhanden. Die Absprache, in welchem Setting die Beratungen stattfinden sollen, treffe ich mit den Klienten gemeinsam in einem vorherigen Telefonat, damit sie sich und ich mich auf die Situation einstellen können.
Die Organisation kostet deutlich mehr Zeit und Energie, lohnt sich aber.
Thematisch hatte ich bisher drei Beratungen, in denen der Beginn der Symptomatik (Selbstverletzungen durch Ritzen, extreme Wutausbrüche, depressive Verstimmung) ganz klar mit dem ersten Lock-Down in Verbindung gebracht wurde.
Aktuell tritt immer häufiger auf, dass Beratungen abgesagt werden, da die Kinder zu Hause sind und betreut oder beim Homeschooling begleitet werden müssen. Hier ist eine zunehmende Belastung spürbar, da die Notwendigkeit der Unterstützung größer und gleichzeitig der Zugang zur Beratung immer schwerer wird.“

Unsere Angebote bleiben bestehen: per Video und Telefon und auch f2f, wo notwendig.

25.01.21

info_outline Gewalt an Kindern wird durch Schweigen verharmlost

Manuela Trunk ist Beraterin in der Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee in Ravensburg. Sie wird im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig von Einrichtungen (bspw. Kindergärten) als Fachkraft hinzugezogen, wenn ein Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung besteht, bspw. dass Gewalt gegen ein Kind angewendet wird. Normalerweise. Seitdem Schulen und Kindergärten während der Corona-Pandemie geschlossen sind, erhält sie kaum noch Anfragen. Gewalt an Kindern wird während der Pandemie kaum thematisiert und damit nach Ansicht von Frau Trunk verharmlost. Im Gespräch mit der Vesperkirche möchte sie darauf aufmerksam machen.

22.01.21

info_outline Das Ökumenische Sorgentelefon der Diakonie und Caritas

Im Frühjahr 2020 wurde von der Diakonie und der Caritas als Reaktion auf den Lockdown ein Sorgentelefon/Nottelefon eingeführt. Um für Hilfesuchenden in dieser unübersichtlichen Zeit als Wegweiser, Zuhörer und Unterstützer da zu sein. Der Sommer wurde zur Entwicklung und Abstimmung eines Kooperationsprojektes zwischen den zwei Trägern Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee und Caritas Bodensee-Oberschwaben genutzt. Seit November 2020 sind diese nun gemeinsam stark für die Menschen mit dem ökumenischen Sorgentelefon der Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee und der Caritas Bodensee Oberschwaben.