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LITERATUR-TIPPS

  • add Brigitte Heidebrecht: Fernreise daheim. Von Flüchtlingen, Kulturen, Identitäten und anderen Ungereimtheiten.

    Der staunende Kontakt mit fremder Kultur ohne eigene Anreise - er wird für Autorin Brigitte Heidebrecht hergestellt, als 2015 in die Sporthalle nebenan Flüchtlinge einquartiert werden. Neugierig geht sie hinüber und trifft auf junge Männer, des Lesens nicht mächtig, aus Dörfern, die ihr nicht fremder sein könnten. Die Begegnungen erlebt sie als holperig und voller Überraschungen, auch über sich selbst: Sie stolpert über eigene Vorannahmen, hinterfragt eigene Verhaltensweisen, die sie teilweise über Bord werfen muss. Ihr geschulter Blick als Supervisorin, Coach und Mediatorin hilft ihr, im interkulturellen Dschungel Wege zu bahnen. Davon erzählt sie in prägnanten, lebendigen und berührenden Geschichten, die während vier Jahren ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit entstanden. Das Buch enthält eine Menge Informationen zur inneren und äußeren Situation der Geflüchteten, schärft auf sanfte und zugleich klare Weise den Blick für interkulturelle Fallstricke und macht Mut, unbekannte Herausforderungen herzgesteuert anzugehen. Es zu lesen heißt mitfiebern und mitfühlen, sich wundern, erschrecken, lachen und gerührt sein. Wunderbar auch zum Vorlesen geeignet.

    (Leseproben: www.verlag-grosse-spruenge.de) Bericht Lisa Hinrichsen

    207 Seiten, 12,- €, erweiterte Neuauflage 2020, ISBN 978-3-9821383-1-2, Verlag Große Sprünge

FILM-TIPPS

  • add Das neue Evangelium – Ein Film von Milo Rau

    Was würde Jesus im 21. Jahrhundert predigen? Wer wären seine Jünger? Regisseur Milo Rau (DAS KONGO TRIBUNAL) kehrt in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit. Gemeinsam
    mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet, der Jesus verkörpert, erschafft Rau eine zutiefst biblische Geschichte. Nach Jesus‘ Vorbild kehrt Yvan als „Menschenfischer“ in das größte der Flüchtlingslager bei Matera zurück. Unter den dort Gestrandeten findet er seine „Jünger“. Verzweifelte, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind, um auf den Tomatenfeldern Süditaliens versklavt zu werden und dort unter unmenschlichen Bedingungen in regelrechten Ghettos hausen – allein in Italien sind das mehr als 500.000 Menschen. Gemeinsam mit ansässigen Kleinbäuerinnen und -bauern begründen sie die „Revolte der Würde“ („The
    Revolt of Dignity“), eine politische Kampagne, die für die Rechte von Migrantinnen und Migranten kämpft

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